Solaranlagen in der Wüste
Die Sonnenscheindauer in unseren Breitengraden ist gemessen an jener der Sahara eher dürftig. Tatsächlich stellt
die Wüste fast die idealen Voraussetzungen um Solarenergie herzustellen. Einziger Haken: die Sonnenstaaten haben
große Ölvorkommen und sahen sich bisher nicht genötigt, sich dem Thema erneuerbare Energie zu widmen. Doch das
könnte sich bald ändern, denn dass die irdischen Rohstoffe nicht in alle Ewigkeiten reichen werden, scheint nun
auch bis zur Ölindustrie vorgedrungen zu sein. Das wirtschaftliche Potential von Sonnenenergie ist dabei nicht zu
unterschätzen, denn lässt sich auch diese Energie über weite Distanzen transportieren. Angesichts der riesigen
Platzreserven in der Wüste sind lediglich natürliche Ereignisse einzuplanen, etwa Sandstürme oder die Belastung der
Anlagen durch hohe Temperaturen. Sind diese lösbaren Probleme beseitigt, steht der Möglichkeit Sonnenenergie
effektiv Nutzen zu können, nichts mehr im Wege.
Bereits werden Ingenieure in Länder wie die Vereinigten Emirate beordert, die den Scheichs alternative
Einnahmequellen erklären sollen. Am Investitionskapital dürfte es hier sicherlich nicht fehlen. Ein Engagement in
diese Richtung hat auch positive Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft. Von hier stammt das enorme Wissen,
Zulieferfirmen erschaffen modernste Technik und weiter werden Anlagen von hiesigen Unternehmen zusammengebaut und
unterhalten. Durch den erhöhten Bedarf an Anlagen, sinkt in der Folge auch der Preis für die Produktion, so dass
auch Endkunden in Deutschland von der wüstenstaatlichen Begeisterung für die Solaranlage profitieren können. Denn: Für die lokale Versorgung, zum Beispiel im Eigenheim,
kann eine Solaranlage auf dem eigenen Hausdach noch lukrativer werden. Oft sind es nämlich gerade die
Anschaffungskosten, die potentielle Kunden davon abhalten, einen Solarkollektor einzubauen. Auch wenn diese Sichtweise überholt ist und die heutige
Technologie ermöglicht, bereits nach wenigen Betriebsjahren Geld zu sparen, könnte die aktuelle Entwicklung im
Nahen Osten dazu führen, dass auch hierzulande die Solaranlage zur Selbstverständlichkeit wird.
Auch bei uns scheint die Sonne also zur Genüge, doch werfen wir noch einmal einen Blick in die Wüste, genauer auf
die Sonnenscheindauer die dort vorherrscht. Hier wird diese Dauer nicht in Stunden gerechnet, sondern in Monaten.
Während 11 Monaten scheint die Sonne, bedeckt wird diese in der restlichen Zeit nur von Sandstürmen - Regentage
können an einer Hand abgezählt werden. Diese Voraussetzungen zu Nutzen ist natürlich ganz im Sinne der zu
schonenden Umwelt. Die nötige Infrastruktur zu liefern, dafür sind professionelle Firmen zuständig, die in
Deutschland währen Jahrzehnten in Forschung und Technik investiert haben und heute zu den renommierten Anbietern im
internationalen Markt gezählt werden. Dieses Wissen gilt es nun weiter zu geben, wodurch auch in Sachen
Entwicklungshilfe ein positives Zeichen gesetzt werden kann. Durch die internationale Zusammenarbeit werden
außerdem Arbeitsplätze geschaffen, die sowohl der fernöstlichen, als auch der heimischen Wirtschaft einen positiven
Impuls verleihen werden. Im Vordergrund stehen weiter die Schonung von Mensch und Natur und die Förderung der Sonne
als natürlicher Rohstoff.
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