Kraftstoffhersteller arbeiten eng mit Tuning Experten
im Team
Leistungsstarker Kraftstoff muss nicht zwangsläufig auch mehr Dreck bedeuten. Dass es auch anders geht und
dass auch ökologischer Kraftstoff eine signifikante Leistungssteigerung bringen kann, wurde bereits im Jahr 2007
bewiesen. Damals trat Rennfahrerin Catharina Felser in einem Elia Renault Mégane RS beim Tuner Grand Prix auf dem
Hockenheimring als einzige Teilnehmerin mit einem auf Bioethanol umgerüsteten Fahrzeug an. Das Vehikel brachte es
dabei auf eine Leistungsstärke, die gar nicht so nach softem Öko aussah: Im Innern sorgte ein Vierzylinder-Motor
mit knapp 255 PS für ordentlich Power. Das Auto wurde von den Experten der Tuner Elia AG in Zusammenarbeit mit der
Umwelttankstelle Biofuel24. Die rasend schnelle und umweltfreundliche Koproduktion gab selbst dann, wenn man
ordentlich auf den Pinsel drückte Abgase von sich, die zu 80 Prozent CO2-neutral waren. Somit war der CO2-Ausstoß
geringer als bei den gängigen Hybrid Fahrzeugen. Der Ausstoß des Elia Renault Mégane RS lag bei gerade einmal 45
Gramm CO2 pro Kilometer - ein im Vergleich unschlagbares Ergebnis. Vor allem wenn man noch in Betracht zieht, dass
es sich dabei um einen Rennwagen handelte.
Doch auch jenseits dieses Paradebeispiels findet man Belege dafür, dass Tuning und Ökologie - insbesondere in Fragen des Kraftstoffs einander nicht ausschließen
müssen. So haben die Chemikerin Sabine Melchig und der Autojournalist Oliver Lauter eine Tankstelle eröffnet,
in der ausschließlich umweltfreundliche Kraftstoffe verkauft werden und verschiedenste Autos auf
CO2-reduzierte Technik umgerüstet werden können. Von Bioethanol E85 über Pflanzenöl bis hin zu Erd- bzw.
Autogas wird dabei jede umweltschonende Alternative geboten. Bereits mehr als 100 Zulieferer und eine
Vielzahl an Unternehmern partizipieren am grünen Tuning Angebot von Frau Melchig und Herrn Lauter. Darunter
beispielsweise der Tankhersteller Hünert, Salatöl-Umbauer Puls und Auto-Tuner ELIA (der auch an oben
genanntem Renault Anteil hatte). Die Botschaft ist dabei klar: Es soll aufgezeigt werden, dass auch Maßnahmen
wie eine Ethanol-Nachrüstung nicht zu Lasten der Leistung gehen muss und grünes Tuning im Bereich des
Möglichen liegt. Durch die Vielzahl beteiligter Unternehmer steht auch nahezu jedem ein solche Umrüsten
offen. Egal ob Ford Tuning oder Mitsubishi Umrüstung - jeder kann sich an dieser grünen Revolution
beteiligen. Auch das Niedersächsische Umweltministerium begleitet das Projekt. Erfreulich ist dabei die
Erkenntnis, dass die entsprechende ökologische Umsetzung mehr nachhaltigen Erfolg bringen kann als
Restriktionen. Die entsprechende Symbiose aus Ökologie und Effizienz macht es möglich. Und wenn erst mal
genügend Pioniere im Team der umweltbewussten Tuner sind, dann werden sich auch die letzten
Kraftstoffhersteller von Öl und Gas beugen und ihre Industrie umstellen müssen. Dass die Möglichkeiten dazu
gegeben sind, zeigen die verantwortlichen Experten zur Genüge auf
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